Kein Tarifstrukturzuschlag bei Tarifwechsel innerhalb der PKV

Ein namenhafter privater Krankenversicherer führte im Mai 2007 ein neues günstigeres und flexibleres Tarifsystem ein. Diese neuen Tarife waren jedoch lediglich für Neukunden interessant. Für wechselwillige Altkunden wurde ein sogenannter Tarifstrukturzuschlag fällig, welcher einen Wechsel in die neuen Tarif gänzlich uninteressant machte. Dieser Zuschlag sei, so der Versicherer, nötig, um die „schlechten Risiken“ der Altversicherten aufzufangen.

Tarifstrukturzuschlag zulässig?

Jedoch dürfen sich Krankenversicherer keinesfalls auf eine derartige Notwendigkeit berufen. Grundsätzlich erwirbt der Versicherungsnehmer mit Abschluss des Versicherungsvertrages das Recht, dass der vom Versicherer bei Vertragsbeginn festgestellte Gesundheitszustand im Fall eines Tarifwechsels für die Risikoeinstufung im neuen Tarif maßgeblich bleibt. Diese Auffassung teilt auch das Bundesverwaltungsgericht und erklärte am 23. Juni 2010 den Tarifstrukturzuschlag für unzulässig.

Unsere Fachanwälte helfen!

Da ein solcher Zuschlag jedoch nicht per se gegen zwingendes Versicherungsrecht verstößt, sollte bei Zweifeln über die Zulässigkeit Rat bei einem auf Versicherungsrecht spezialisierten Anwalt eingeholt werden. Auch bei große Versicherungsunternehmen kann es sein, dass falsche Rechtsauffassungen Ihnen zum Nachteil gereichen. Überhöhte Tarife, Verhinderung von Tarifwechseln oder auch unverständliche Klauseln sind keine Seltenheit. Daher sollten Sie sich grundsäztlich von einem Fachanwalt beraten lassen. Unsere bundesweit erfolgreichen Fachanwälte für Versicherungsrecht prüfen gern Ihren Fall und verhelfen Ihnen gegebenenfalls zu Ihrem Recht.

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