Schmerzensgeld-Urteile aus der deutschen Rechtsprechung

Auch Geld heilt keine Wunden – allerdings kann Schmerzensgeld bei der Verarbeitung eines Behandlungsfehlers oder Unfalls helfen. Es soll einen Ausgleich schaffen und eine gewisse Genugtuung für den Verletzten herbeiführen. Wie hoch der Schmerzensgeldbetrag am Ende ausfällt, hängt dabei von vielen Faktoren ab:

  • Art der Verletzung
  • Dauer der Verletzungsfolgen (Krankenhausaufenthalt, Nachbehandlung)
  • Dauer der Arbeitsunfähigkeit
  • Verschuldensgrad des Schädigers
  • Verlust individueller Fähigkeiten, die das Leben des Geschädigten nachhaltig beeinträchtigen
  • Auch das Alter des Geschädigten kann erhöhend oder mindernd berücksichtigt werden

Achtung: Das Schmerzensgeld umfasst nicht den Ausgleich für Beeinträchtigungen der Haushaltsführung oder Erwerbsschäden. Diese lassen sich neben dem Schmerzensgeld als unabhängige Posten geltend machen.

Im Folgenden haben wir aus der Rechtsprechung einige exemplarische Fälle mit Urteilen zusammengetragen. Diese Urteile stellen keine Präzedenzfälle dar, sondern können Ihnen nur einen ungefähren Eindruck für die rechtliche Einordnung und Schmerzensgeldhöhe einiger Verletzungen und deren Folgeschäden vermitteln.

 

Kammergericht, 16. Februar 2011 – 20 U 157/10

Sachverhalt: Das 4j. Kind erlitt nach der Narkotisierung bei einer Operation einen schweren Hirnschaden und aufgrund dessen ein apallisches Syndrom mit erheblichen Ausfallerscheinungen der Großhirnfunktion und einer Tetraspastik (Spastik an allen vier Gliedmaßen). Das Kind muss nunmehr über eine PEG-Sonde ernährt werden und ist auf ständige Pflege angewiesen (zu 100% schwerbeschädigt, Pflegestufe III).
Schmerzensgeld: 500.000 € + monatliche Schmerzensgeldrente i.H.v. 650 €

OLG Köln, 13. April 2016 – I-5 U 107/15

Sachverhalt: Der 42j. Kläger erlitt im Rahmen einer grob fehlerhaft durchgeführten Nasenscheidewandbegradigung eine Verletzung der Schädelbasis. Dies führte zu einer massiven Einblutung im Gehirn und einem Frontalhirnsyndrom. Der Kläger erlitt dadurch einen vollständigen Verlust des Orientierungsvermögens, der Konzentrationsfähigkeit, des Antriebs, der Entschlussfähigkeit, der Libido, des Geschmackssinnes und der Fähigkeit Freude zu empfinden. Insgesamt kam es zu einer nachhaltigen Veränderung der Persönlichkeit und zu vollständiger Erwerbsunfähigkeit.
Schmerzensgeld: 200.000 €

OLG Schleswig, 11. Februar 2002 -4 U 62/00

Sachverhalt: Die 3j. Klägerin erlitt infolge einer Narkosefehlbehandlung einen hypoxischen Hirnschaden. Infolgedessen ist sie nun ein Intensivpflegefall. Sie wird nie sprechen können, muss auf Dauer gewickelt und gefüttert werden und kann weder gehen noch sitzen.
Schmerzensgeld: 150.000 €

OLG Köln, 12. Dezember 2014 – 19 U 39/14

Sachverhalt: Infolge eines Verkehrsunfalls erlitt die Klägerin ein Schädelhirntrauma II. Grades mit frontaler Gehirnquetschungsblutung und daraus resultierender Gehirnschädigung in Form einer dauerhaften „hirnorganischen Wesensveränderung“. Die Klägerin verbrachte 3 Wochen im Krankenhaus mit anschließendem vierwöchigem Rehabilitationsaufenthalt. Nunmehr bestehen dauerhafte Gangunsicherheit mit Schwindel, Beeinträchtigungen des Geruchs- und Geschmackssinns sowie Kopfschmerzen und einem ausgeprägten hirnorganischen Psychosyndrom. Der Klägerin wurde eine Rente wegen voller Erwerbsminderung gewährt.
Schmerzensgeld: 55.000 €

OLG Brandenburg an der Havel, 17. Januar 2012 – 6 U 96/10

Sachverhalt: Die 35j. Klägerin erlitt infolge eines Unfalls im Rahmen eines Stuntworkshops ein Schädelhirntrauma II. Grades mit Gehirnquetschung und subduralem Bluterguss sowie traumatischer Hirnblutung. Die Klägerin verbrachte 7 Tage im Krankenhaus. Nunmehr leidet sie dauerhaft an Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen und einem leichten Aufmerksamkeitsdefizit.
Schmerzensgeld: 20.000 €

OLG München, 06. April 2016 – 20 U 4602/15

Sachverhalt: Die Klägerin erlitt ein Schädelhirntrauma I. Grades, nachdem ihr eine 1 Kg schwere Holzfigur auf den Kopf gefallen war. Sie befand sich daraufhin in ambulanter ärztlicher Behandlung und war 6 Wochen beruflich eingeschränkt.
Schmerzensgeld: 2.000 €

OLG Hamm, 10. Mai 2016, - 26 U 107/15

Sachverhalt: Bei der 11j. Klägerin wurde der sog. „Grüne Star“ zu spät erkannt (Befunderhebungsfehler). Aufgrund der verspäteten Behandlung musste sich die Klägerin mehreren operativen Eingriffen am rechten Auge unterziehen. Diese führten zu einer hochgradigen Verschlechterung ihrer Sehfähigkeit. Infolge der fehlerhaften Behandlung ist sie dauerhaft in ihrer Berufswahl sowie in der Ausübung sportlicher Aktivitäten eingeschränkt. Zudem besteht auf längere Sicht die Gefahr der vollständigen Erblindung.
Schmerzensgeld: 80.000 €

AG Meschede, 13. Mai.2015 – 6 C 411/13

Sachverhalt: Im Rahmen einer musikalischen Darbietung mit gesundheitsschädlichen Frequenzen erlitt der Kläger eine Gehörschädigung. Diagnostiziert wurde ein hochfrequenter diffuser Tinnitus.
Schmerzensgeld: 1.500 €

OLG Hamm, 24. Juli 2014 – 26 U 4/13

Sachverhalt: Bei der 47j. Klägerin wurde bei fehlender Indikation eine schwere Schulteroperation durchgeführt. Folge der Operation war eine Zerstörung des Schulterdaches. Die Klägerin leidet seither an einer Schulterversteifung und damit einem nahezu vollständigen Funktionsverlust des linken Armes.
Schmerzensgeld: 50.000 €

LG Lübeck, 23. Januar 2014 – 12 O 341/12

Sachverhalt: Der Arzt ging bei dem 50j. Kläger fehlerhaft vom Vorliegen eines sog. Karpaltunnelsyndroms aus und führte ohne Indikation entsprechende Operation durch. Daraus resultierte schließlich der völlige Funktionsverlust der rechten Hand mit der Folge von Berufsunfähigkeit.
Schmerzensgeld: 30.000 €

OLG Köln, 13. März 2013 – 5 U 88/12

Sachverhalt: Infolge fehlerhafter Gipsruhigstellung eines Mittelhandbruches (in unphysiologischer Stellung) über sechs Wochen kam es bei der 44j. Klägerin zu „Morbus Sudeck“. Infolgedessen leidet die Klägerin dauerhaft unter starken Bewegungs– und Funktionsbeeinträchtigungen der Hand sowie Kraftminderung in Hand und Fingern und Schmerzen.
Schmerzensgeld: 15.000 €

OLG Hamm, 18. Februar 2014 – 26 U 152/13

Sachverhalt: Der junge Kläger hatte sich eine hochgradige Schultergelenkssprengung zugezogen. Durch fehlerhafte Operation der Schulterverletzung (fehlerhafter Schraubensitz) kam es zur Heilungsverzögerung.
Schmerzensgeld: 8.000 €

LG Heidelberg, 22. April 2015 – 4 O 221/13

Sachverhalt: Die 58j. Klägerin konnte ihre rechte Hand nur sehr eingeschränkt nutzen, nachdem ihr zuvor implantierte Schrauben wieder entfernt werden sollten, was dem Arzt jedoch nicht gelang, da er für die sehr festsitzenden Schrauben kein geeignetes Werkzeug zur Hand hatte.
Schmerzensgeld: 5.000 €

OLG Koblenz, 11. November 2013 – 3 U 790/13

Sachverhalt: Die Klägerin zog sich beim Sturz über eine unkenntlich erhöhte Treppenstufe eine gering dislozierte Radiusfraktur (Unterarmfraktur) zu. Infolgedessen war die Klägerin 4 Wochen erwerbsunfähig. Noch zwei Jahre nach ihrem Sturz klagte sie über Bewegungseinschränkungen des rechten Armes und nächtlichen Schmerzen im Handgelenk.
Schmerzensgeld: 2.000 €

OLG Köln, 17.03.2010 – 5 U 51/09

Sachverhalt: Der Klägerin wurden auf nicht angezeigte Weise beide Brüste amputiert. Es lag zudem eine massive Aufklärungspflichtverletzung vor. Der Dauerschaden bezieht sich auf Entstellung, sowie erhebliche psychische Beeinträchtigungen.
Schmerzensgeld: 60.000 €

OLG Hamm, 12. August 2013 – 3 U 57/13

Sachverhalt: Bei der 66j. Klägerin wurde bestehender Brusttumor zu spät erkannt, da ihr behandelnder Arzt angeraten hatte, die nächste Mammographie erst zehn Jahre später durchführen zu lassen. Aufgrund der zu späten Erkennung musste sich die Klägerin schließlich einer Chemotherapie unterziehen, die sie sich bei früherer Erkennung hätte ersparen können.
Schmerzensgeld: 20.000 €

AG Soltau, 16.01.2013 – 24 C 390/12

Sachverhalt: Die Klägerin hatte sich eine erhebliche Brustkorbverletzung mit Rippenserienfrakturen und Flüssigkeit zwischen Lunge und den Rippen zugezogen. Sie befand sich daraufhin 18 Tage stationär im Krankenhaus. Zudem musste sie sich 4 Monate einer ambulanten Behandlung und Atemtherapie unterziehen. Die Klägerin hat seither mit Atembeschwerden zu kämpfen, die eine nichtunerhebliche Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität darstellen.
Schmerzensgeld: 8.000 €

LG Dortmund, 17.03.2016 – 4 O 210/11

Sachverhalt: Kläger sind die Erben einer an Brustkrebs verstorbenen Frau. Aufgrund eines Irrtums wurde dieser nach der Mammographieuntersuchung mitgeteilt, es sei kein Karzinom festgestellt worden. 7 Monate später verstarb die Frau. Das Gericht berücksichtigte bei der Bemessung des Schmerzensgeldes, dass die Frau aus dem Diagnoseirrtum „Vorteile“ gezogen habe und noch 7 unbeschwerte Monate verleben konnte.
Schmerzensgeld: 2.500 €

BGH, 26. Oktober 2010 – VI ZR 307/09

Sachverhalt: Der 22j. Kläger ist infolge einer grob fehlerhaft übersehenen Halswirbelfraktur von der Halswirbelsäule abwärts (in Form von Tetraplegie) gelähmt und ist nunmehr ein Intensivpflegefall. Er kann sein Studium nicht fortführen und wird nie ein selbstbestimmtes Leben führen können.
Schmerzensgeld: 350.000 € + 500 € Schmerzensgeldrente

OLG Hamm, 12. April 2004 – 3 U 264/03

Sachverhalt: Infolge fehlerhafter Bandscheibenoperation kam es bei der Klägerin zu einer Querschnittslähmung. Hier lag sowohl ein Behandlungsfehler, als auch eine Aufklärungspflichtverletzung vor. Der behandelnde Arzt hatte den Kläger operiert, obwohl die konservativen Behandlungsmethoden noch nicht ausgeschöpft worden waren. Über diesen Umstand wurde der Kläger nicht aufgeklärt.
Schmerzensgeld: 220.000 €

OLG Karlsruhe, 12. Januar 2011 – 7 U 149/08

Sachverhalt: Der 43j. Kläger hatte nach einer Wirbelsäulenverletzung ein Implantat erhalten, welches sich unerkannt gelockert hatte. Infolge der verspätet erkannten Implantatslockerung musste die Wirbelsäule schließlich im Bereich des 5. Lendenwirbels versteift werden. Der Kläger musste insgesamt 3 Operationen über sich ergehen lassen.
Schmerzensgeld: 15.000 €

OLG Koblenz, 16. März 2015 – 12 U 1010/14

Sachverhalt: Die Klägerin litt infolge eines Verkehrsunfalls an einem HWS-Syndrom mit mehrtägigen Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen sowie Schlafstörungen mit Nachtschweiß und Bewegungseinschränkungen im Bereich der HWS.
Schmerzensgeld: 600 €

BGH, 15. September 2015 – VI ZR 431/14

Sachverhalt: Im Rahmen einer Gallenblasenoperation kam es grob fehlerhaft zu einer massiven Verletzung der Strukturen im Bereich der Gallenblase des 35j. Klägers. Infolgedessen litt der Kläger unter starken Dauerschmerzen im Bauchbereich, erhöhter Infektionsgefahr und musste sich einer sehr langwierigen schmerzhaften Folgebehandlung u.a. 5 Nachoperationen) unterziehen.
Schmerzensgeld: 450.000 €

OLG Frankfurt am Main, 30. März 2012 – 8 U 89/11

Sachverhalt: Im Rahmen einer Darmspiegelung kam es zu einer Perforation (Schädigung) des Darms der 55j. Klägerin. Über dieses Risiko war die Klägerin nicht hinreichend aufgeklärt worden. Es kam zu einer Bauchfellentzündung. Vorübergehend musste ein künstlicher Darmausgang gesetzt werden. Insgesamt waren 4 Operationen notwendig. Es bestand zwischenzeitlich Lebensgefahr. Zudem musste die Milz entfernt werden und die Klägerin litt an erheblichen Schmerzen.
Schmerzensgeld: 400.000 €

OLG Hamm, 03. Juli 2015 – 26 U 104/14

Sachverhalt: Aufgrund eines Befunderhebungsfehlers - es wurde unterlassen Blut- und Nierenwerte der 15j. Klägerin zu untersuchen – ist die Lunge der Klägerin nunmehr dauerhaft geschädigt. Es kam zur Ausbildung von Schrumpfnieren und dauerhafter Dialysepflicht.
Schmerzensgeld: 200.000 €

OLG Köln, 06. August 2014 – 5 U 137/13

Sachverhalt: Aufgrund unterlassener Darmspiegelung wurde bei der 48j. Klägerin eine bestehende Darmkrebserkrankung zu spät erkannt, die schließlich zum Tod der Klägerin führte. Trotz des hohen Darmkrebsrisikos der Klägerin (familiäre Vorbelastung) wurde es unterlassen, eine nach den Leitlinien empfohlene Koloskopie durchzuführen.
Schmerzensgeld: 150.000 €

OLG München 13. September 2013 – 10 U 1919/12

Sachverhalt: Der 43j. Kläger hatte sich bei einem Motorradunfall eine Hüftfraktur mit Oberschenkelhalsfraktur zugezogen. Infolgedessen leidet er dauerhaft an einer schweren Gehbehinderung aufgrund der verletzungsbedingten Beinverkürzung sowie einer Muskelminderung im Bereich der Hüftmuskulatur.
Schmerzensgeld: 200.000 €

OLG Saarbrücken, 28. August 2013 – 1 U 182/12

Sachverhalt: Aufgrund einer fehlerhaft behandelten Hüftpfannenfraktur (falsche Positionierung der Schrauben) musste dem 31j. Kläger schließlich ein künstliches Hüftgelenk implantiert werden. Infolgedessen hat er dauerhaft mit Bewegungseinschränkungen zu kämpfen mit Auswirkungen auf Alltag, Hobby und Beruf.
Schmerzensgeld: 65.000 €

OLG Düsseldorf, 27. Januar 2015 – I-1 U 36/14

Sachverhalt: Infolge einer Streifkollision mit einem LKW erlitt der Kläger eine Hüftgelenkprellung mit leichtem HWS-Syndrom. Der Kläger befand sich in ambulanter Heilbehandlung und litt 6 Wochen unter körperlichen Beeinträchtigungen.
Schmerzensgeld: 1.000 €

Kammergericht, 21. November 2013 – 22 U 270/12

Sachverhalt: Die 27j. Klägerin zog sich unfallbedingt eine Kniescheibentrümmerfraktur mit Ruptur des vorderen und hinteren Kreuzbandes sowie eine Sprunggelenksfraktur Typ Weber-B zu. Infolgedessen musste sich die Klägerin 3 Operationen sowie einer langwierigen Heilbehandlung unterziehen. Zwischenzeitlich erlitt sie eine tiefreichende Beinvenenthrombose. Schmerzensgelderhöhend wurde zusätzlich eine posttraumatische Depression berücksichtigt.
Schmerzensgeld: 55.000 €

OLG Naumburg, 13. Februar 2014 – 1 U 14/12

Sachverhalt: Infolge fehlerhafter Behandlung einer Tibiakopfmehrfachfraktur (Unterschenkelfraktur) bei unterlassener Thromboseprophylaxe musste das Bein der Klägerin amputiert werden.
Schmerzensgeld: 50.000 €

OLG München, 10. Juli 2008 – 1 U 4923/07

Sachverhalt: Infolge des fehlerhaften Einsatzes eines Kreuzbandersatzes leidet der Kläger an dauerhaften Bewegungseinschränkungen. Spaziergänge sind nur noch maximal 30 Minuten möglich. Auf sein vorheriges Hobby Fußballspielen muss der Kläger nunmehr vollständig verzichten.
Schmerzensgeld: 15.000 €

OLG Naumburg, 25. März 2013 – 1 U 114/12

Sachverhalt: Die Klägerin hatte sich bei einem Unfall eine verschobene Oberschenkelhalsfraktur zugezogen. Die Klägerin musste angesichts der Entfernung des Fixierungsmaterials zweimal operiert werden. Dazu war sie 5 Monate erwerbsunfähig und leidet dauerhaft unter leichten Belastungs – und Bewegungseinschränkungen.
Schmerzensgeld: 5.000 €

OLG Bremen, 13. März 2013 – 1 U13/12

Sachverhalt: Infolge eines Unfalls während des Tennistrainings zog sich der Kläger eine Knieverletzung mit Kniescheibensehnenabriss im rechten Kniegelenk sowie Partellasehnenruptur zu. Seither besteht eine deutliche Belastungsminderung im betroffenen Knie und daraus resultierend eine Gehbeeinträchtigung.
Schmerzensgeld: 4.500 €

OLG Hamm, 14. März 2014 – I-9 U 103/13

Sachverhalt: Der Kläger erlitt infolge eines Unfalls ein Polytrauma mit Brustwirbelberstungsfraktur sowie Brustwirbelkompressionsfrakturen, Schädelhirntrauma mit Hirnödem und eine schwere linksseitige Lungenkontusion. Der Kläger befand sich 5 Monate in stationärer Behandlung und musste für 4 Tage künstlich beatmet werden. Im Bereich der Wirbelsäulenverletzungen hat sich eine dauerhafte „somatoforme Schmerzstörung“ entwickelt.
Schmerzensgeld: 40.000 €

OLG Oldenburg, 08. März 2016 – 13 U 69/15

Sachverhalt: Die Klägerin erlitt durch den Tod ihres 22j. Sohnes (Jet-Ski-Unfall) eine schwere depressive Krise, die laut Gericht über eine „normale Trauerreaktion“ hinausging (sog.“Schock- oder Fernwirkungsschaden“). Das Gericht minderte das Schmerzensgeld aufgrund des Mitverschuldens des Sohnes der Klägerin.
Schmerzensgeld: 10.000 €

BGH, 27. Januar 2015 – VI ZR 548/12

Sachverhalt: Der 47j. Kläger musste infolge eines Verkehrsunfalls den Tod seiner Ehefrau unmittelbar miterleben. Seither leidet er an psychischen Beeinträchtigungen (sozialer Rückzug, Schweißausbrüche, Ängste, Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags), die laut Gericht den natürlichen Prozess der Trauerverarbeitung übersteigen.
Schmerzensgeld: 4.000 €

AG Hagen, 24.April 2013 – 19 C 269/11

Sachverhalt: Die Klägerin litt infolge eines Verkehrsunfalls an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) mit starker psychischer Belastungssituation und erheblichen Kopfschmerzen und Übelkeit. Zudem kam es bei der Klägerin zu Schlafstörungen und albtraumartigem Durchleben des Unfallereignisses, erhöhter Affektlabilität und Angstgefühlen bei der Teilnahme am Straßenverkehr.
Schmerzensgeld: 4.000 €

LG Düsseldorf, 12. Dezember 2013 – 3 O 389/08

Sachverhalt: Infolge fehlerhafter Geburtshilfe einer Hebamme bei einer Hausgeburt kam es bei dem Neugeborenen zu einem hypoxischen Hirnschaden mit Tetraplegie. Weitere Folgeschäden: Blindheit, Schwerhörigkeit, Apallisches Syndrom und Epilepsie. Der Kläger wird nie ein selbstbestimmtes Leben führen können.
Schmerzensgeld: 550.000 €

LG Kleve, 09. Februar 2005 – 2 O 370/01

Sachverhalt: Die Klägerin kam asphyktisch zur Welt. Es kam postnatal zu Krampfanfällen und einem Hirnödem. Die Klägerin ist infolgedessen zeitlebens auf intensive pflegerische Betreuung angewiesen. Sie leidet unter lebensbedrohlichen und sehr schmerzhaften spastischen Krampfanfällen und musste sich bereits im frühkindlichen Alter zahlreicher risikoreicher Operationen unterziehen.
Schmerzensgeld: 400.000 € + 500 € Schmerzensgeldrente

OLG Düsseldorf, 18. April 2013 – 8 U 24/12

Sachverhalt: Infolge eines Geburtsfehlers kam es bei dem Neugeborenen zu schwerster hypoxisch-ischämischer Enzephalopathie mit besonders stark ausgeprägter Hirnschädigung
Schmerzensgeld: 350.000 €

OLG Koblenz, 26. Februar 2009 – 5 U 1212/07

Sachverhalt: Der Kläger erlitt infolge eines zu spät eingeleiteten Kaiserschnitts eine Hirnschädigung. Der Mutter des Kindes wurden zusätzlich 500 € Schmerzensgeld zugesprochen, da diese durch die verzögerte Schnittentbindung sowie das mehrfache, unnütze Ansetzen der Saugglocke zusätzliche physische und psychische Schmerzen erleiden musste.
Schmerzensgeld: 350.000 €

OLG München, 23. Dezember 2011 – 1 U 3410/09

Sachverhalt: Infolge eines Geburtsfehlers (Nabelschnurvorfall mit Sauerstoffunterversorgung) ist der Kläger seit Anbeginn seines Lebens ein Intensivpflegefall. Kommunizieren ist ihm nur mittels speziellem Sprachcomputers möglich. Der Kläger kann lediglich wenige Minuten an einem Gehwagen zurücklegen. Die Handhabung eines Rollstuhls hingegen ist nicht möglich. Das zugesprochene Schmerzensgeld befindet sich angesichts der schwersten Schädigungen in einem unerträglich niedrigen Bereich.
Schmerzensgeld: 300.000 €

OLG Oldenburg, 28. November 2012 – 5 U 182/11

Sachverhalt: Infolge eines Geburtshilfefehlers erlitt der Kläger eine Hirnschädigung, die ihn dauerhaft zu einem Intensivpflegefall macht. Er kann zwar etwas laufen, ist in seiner Feinmotorik allerdings höchst eingeschränkt. Zudem kann er dauerhaft weder hören noch sehen.
Schmerzensgeld: 175.000 €

OLG Frankfurt a.M., 11. Dezember 2012 – 13 U 199/98

Sachverhalt: Aufgrund falscher Einschätzungen der Geburtshelfer kam es bei dem Kläger zu einer sog. Schulterdystokie. Dies führt dauerhaft zu schweren Bewegungsbeeinträchtigungen des Oberarms und fast völliger Funktionslosigkeit der rechten Hand.
Schmerzensgeld: 50.000 €

OLG Düsseldorf, 10. Januar 2002 – 8 U 49/01

Sachverhalt: Infolge eines Geburtshilfefehlers kam es bei dem Neugeborenen zu einer oberen Plexuslähmung nach Schulterdystokie mit erheblichen Dauerfolgen und Wirbelsäulenbeeinträchtigungen.
Schmerzensgeld: 13.000 € + 100€ Schmerzensgeldrente

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